WAS IST GUGGEMUSIK ?

 

Herkunftsregion der Guggemusik ist der allemanische Raum Schweiz/ Süddeutschland, Guggemoseg, Guggemusig, Guggä, Chatzemusi (laut, jämmerlich, bewusst schräg)

Zur Fastnachtszeit im 16. Jahrhundert zog man anfangs mit "Instrumenten" wie Rasseln, Blecheimern, Trommeln oder Pfeifen aus, um die Geister des Winters oder die Pest zu vertreiben. Teilweise wurden dazu Masken und Kostüme verwendet und es wurden sogenannte Schmäh- und Spottlieder gesungen.

Um 1832 wurden die ersten Bänkelsänger erwähnt, im Basler Raum auch "Schnitzelbänggler" genannt, die jeweils am Fasnachts- Montag- und Mittwochabend von Lokal zu Lokal ziehen um ihre Verse vorzutragen. 1835 wurde der Morgenstreich ab 4.00 Uhr erstmals offiziell erlaubt. Als im Jahr 1876 eine erste Blechmusik zum Morgenstreich mitmarschierte, führte dies zu heftigen Protesten. Guggemusiken erlebten im Jahr 1934 einen großen Aufschwung, so dass der damals nicht benutzte Fastnachts Dienstag als spezieller Tag für Guggemusiken gilt, die an diesem Tag in großer Zahl durch Basel ziehen.

Guggemusik ist eine Art von Blasmusik bei der eigentlich nur Grundtöne der Instrumente Trompete und Posaune verwendet werden, dazu kommen noch Schlagwerke aus der Basler "Trommelschule".

In den 50ziger Jahren schwappte dann das "Guggefieber" nach Süddeutschland, Norditalien, Österreich und Liechtenstein über. Heute gibt es viele verschiedene Stilarten von schräg (schränzen) bis fast schon Big Band Guggen, die mit Ihrem Stil die Leute begeistern.

In der heutigen Zeit kamen noch Holzblasinstrumente wie z.B. Saxophone hinzu und es wurden auch schon die ersten mit mobilem Keyboard gesehen.